Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei

Sehr nervös begann die Saison der Jungs. Gleich im ersten Spiel empfing man zu Hause einen heißen Anwärter auf den Aufstieg mit Spandau. Das Spiel sollte uns zeigen, wie hart die Verbandsliga werden würde und wo wir ungefähr stünden. Da uns die Jungs vom anderen Ende der Stadt etwas auf die leichte Schulter nahmen, konnten wir mit einer sehr kämpferischen Leistung einen Punkt entführen, obwohl mehr drin gewesen wäre. Naja, das könnte man bei einigen Spielen in der vergangenen Spielzeit sagen, doch letztlich hat immer das Quäntchen Glück oder halt die letzte Konzentration gefehlt. Jedenfalls war ein enormer Reifeprozess zu beobachten. Testete sich das Team in den ersten Spielen noch an ihren Grenzen, agierte man in der Rückrunde schon mit mehr Routine, schließlich konnte man dann endlich beurteilen, was auf einen zukommt. Nach drei Spielen, in denen man sich aufrieb bis zum Schluss, um dann doch mit fast leeren Händen dazustehen, kam durch die erwähnten Verletzungen so eine richtige Durststrecke. Man merkte richtig, wie die Mannschaft wartete, bis die Männer wieder fit waren. Lediglich das Derby gegen Eintracht wurde mit hoher Motivation angegangen und demzufolge auch gewonnen. Dennoch fehlte in den weiteren Begegnungen einfach der nötige letzte Biss, der erst beim Heimspiel gegen Fortuna Biesdorf wieder zu sehen war und sich dann bis zum Schluss durchzog. Trotzdem punktete man in der Hinrunde irgendwie und ergatterte 8 Punkte. Nach der Winterpause schien der Bann dann endgültig gebrochen. Mit der Wiederkehr von Schubi, Curt und Muth fanden sich wieder Alternativen in Abwehr und Angriff. Besonders im Angriff bemerkte man das Fehlen der beiden Spielmacher. Zu oft musste die Brechstange benutzt werden, um zum Erfolg zu kommen. Mehr Fluss kam dann wieder auf, als durch ein belebendes Element in der Mitte der Rückraum besser zur Geltung kam. Vor allem Matze merkte man in der Zeit die harte Saison an. Er musste sich viel durchtanken im Angriff, vollbrachte in der Abwehr immer Höchstleistung. Dann kam auch bei ihm während der Saison eine Schulterverletzung, die ihn in der Folgezeit doch sichtlich hemmte im Angriffsspiel. Hoffentlich kuriert das jetzt alles wieder aus. Aus diesem Grund war es auch umso besser, dass Brian zu seinem Spiel fand im letzten Drittel der Spielzeit und Matze somit vorne entlastete.
Der hohe Sieg zu Hause gegen Biesdorf und die knappe Niederlage gegen PSV brachten dann so was wie eine Initialzündung für die letzten 6 Spiele. Mit Begeisterung spielten die Jungs wieder Handball und waren voller Selbstbewusstsein. Endlich so, wie man sie sehen will und das spiegelte sich auch auf dem Spielfeld wider. Die ersten 3 Spiele und die letzten 6 (dazwischen noch gg. Biesdorf, Eintracht, Preußen und PSV) waren einfach begeisternd. So will man die Mannschaft Handballspielen sehen. Mit Leidenschaft und viel Kampf. Das ist der Schlüssel, um alles rauszuholen bei den Jungs und in den aufgezählten Spielen haben sie es auch geschafft. Das war das Team, auf das man Stolz sein konnte. Das war das Team, das sich nicht hat abschlachten lassen oder den Kopf in den Sand steckte.
Genau so muss die nächste Saison bestritten werden und dann können wir die Leistung von diesem Jahr bestätigen. Es liegt nur an uns. Mehr Konstanz und ein Team, das trotz Verletzungssorgen aufopferungsvoll kämpft. Man kann verlieren, aber dann dennoch mit erhobenem Haupt das Spielfeld verlassen. So will ich das Team sehen und ich denke, dass es nächste Saison auch so auftreten wird. Mit vielen Fans im Rücken haben wir alles selbst in der Hand.

Bleiben nur noch 2 Sachen:

Statistik:
9 Siege
2 Unentschieden
11 Niederlagen

Tore: 635 (6. Platz) --> ca. 29 Tore/Spiel
Gegentore: 619 (7. Platz) --> ca. 28 Gegentore/Spiel


Abgänge:
Ja, auch wir bleiben davon nicht verschont. Wir werden mit 2 Spielern weniger in die kommende Saison starten.
Steffen Kurth wird den Verein ganz verlassen. Danke schön für die schöne Zeit in dem Verein und viel Glück bei deiner neuen Mannschaften.
Ebenso wird Daniel Fischer nicht mehr am Spielbetrieb der nächsten Saison teilnehmen. Glücklicherweise bleibt er uns noch in verringerter Form erhalten und wird seine teaminternen Ämter weiterhin voll ausführen.


Bleibt mir nur noch zu sagen: Herr Schubert, übernehmen Sie!

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Nächsten Spiele
Tabellen
1.Frauen | Verbandsliga
1 TuS 0:0
2 SC Eintracht 0:0
3 SG TMBW 0:0
1.Männer | Verbandsliga
1 TuS 0:0
2 SG Narva 0:0
3 BSV 92 0:0