Emotionen, Siegeswille und Teamgeist

Um 14:00 trafen wir auf die ersten Frauen des SV BVB – letztes Jahr noch Berliner Meister, jetzt auf Platz 8 der Tabelle. Im Hinspiel hatten wir uns, nett ausgedrückt, ziemlich blöd angestellt. Im Angriff ohne Bewegung und Spielwitz, defensiv fehlte die Absprache und Durchsicht, was schlussendlich zu der eindeutigen 12-Tore-Niederlage führte. Heute sollte es anders laufen, wir wollten von Anfang an da sein – jeder zu 100%!

Leicht gesagt, trotzdem schwer getan:

Wir starteten unerwartet holprig in die Partie und die Fehler aus dem Hinspiel sollten leider wieder schnell ihren Weg in unser Spiel finden. BVB zeigte ein schnelles Angriffsspiel und wir schafften es anfangs nicht, Einläufer, als auch Kreisläufer unter Kontrolle zu bekommen. Vorne machten wir es uns unnötig schwer und wenn wir doch mal die Lücke Richtung Tor fanden, war es die mangelnde Chancenverwertung, die uns zunehmend zu schaffen machte. Als wir in der 15. Minute das erste Mal einer 6-Tore-Führung der Gäste entgegen blickten, war uns klar: Jetzt bloß nicht den Kopf hängen lassen (!), denn keiner von uns wollte sich erneut so „abspeisen“ lassen wie im Hinspiel. Bis zur Halbzeit schien sich unsere Schwächephase etwas zu verabschieden, wir spielten temporeicher und in der Abwehr funktionierte einiges mehr als noch zuvor, sodass wir zur Pause „nur“ mit drei Toren zurück lagen (14:17).

Jetzt war erstmal durchatmen angesagt. Die gute Nachricht: Trotz schwacher Anfangsphase gaben wir uns nicht auf. Aber wir mussten endlich wach werden und anfangen, unser Spiel zu spielen und uns von kleineren Fehlern nicht verunsichern lassen.

Das Spiel lief wieder und das erste Tor der zweiten Halbzeit fiel, wegen technischer Fehler und darauffolgender Ballverluste beider Mannschaften, erst nach zwei Minuten für uns. In den kommenden Spielminuten gelang es uns nicht, den Abstand weiter zu verkürzen. Ganz im Gegenteil: Wir liefen einem ständigen drei- bis vier-Tore-Rückstand hinterher und 12 Minuten vor Schluss gelang es BVB sogar, den Treffer zur sechs-Tore-Führung zu erzielen. Man mag es kaum glauben, aber dieser Treffer sollte der letzte für unsere Gegner in der Partie sein. In den letzten 10 Minuten gestalteten wir das Spiel so, wie es schon viel eher hätte aussehen können und schaffen es innerhalb von 7 Minuten, 6 Tore zu werfen und keins zu kassieren. Wir erkämpften uns die erste Führung des Spiels in der 58. (!) Minute und gewannen schlussendlich sogar mit drei Toren Führung! (27:24)

Ein Ende, mit dem wahrscheinlich so gut wie keiner mehr gerechnet hat. Und plötzlich sind sie da: DIE ZWEI PUNKTE! Ein erleichterndes und zugleich unglaubliches Gefühl ging durch die ganze Mannschaft, DAS war eine ganz starke Teamleistung!

Wir bedanken uns bei allen Zuschauern und treuen Unterstützern!