Ein neuer Tag in einem Jahr.

Eigentlich ist es ein ganz normaler Tageswechsel. Wir erleben ihn 365 Mal im Jahr. Immer von Samstag zu Sonntag, von Dienstag zu Mittwoch oder, stets verachtet, von Sonntag auf Montag. Wir sind also durchaus daran gewöhnt einen Tag hinter uns zu lassen um einen neuen zu beginnen. Wenn wir mal ehrlich sind geht es sogar gar nicht anders, wir müssen. Dennoch hat der 365. Tageswechsel in jedem Jahr einen anderen Charakter, eine eigene Magie, einen besonderen Zauber. Dieser eine Abend und sein folgender Morgen haben immer etwas Abschließendes und etwas Beginnendes.
Man hält an diesem Tag besonders inne und erinnert sich an das vergangene Jahr zurück.
Was habe ich, haben wir erreicht? Was hatte ich, hatten wir uns vorgenommen? Und wem müssen wir eigentlich Danken, weil wir die Dinge die wir tun, nur durch Ihre Taten tun können?
Aber man macht im Kopf auch ganz unterbewusst eine Tür zu. Eine Tür zu einem Raum in der Geschehenes liegt und dreht sich um in Richtung Zukunft. Zu Dingen die noch vor einem liegen, die man beeinflussen, verändern, schaffen kann.

Wir beginnen mit denen, die um uns herum sind oft ohne, dass wir es bemerken. Die Menschen die in politischen Ämtern ob national oder international, die ihre Zeit und oft auch ihre Gesundheit investieren um eine, in ihrem Sinne, bessere Welt zu schaffen. Soldat*Innen die dies ebenfalls versuchen, weit weg von Zuhause und unter Einsatz ihres Lebens und ihres geistigen Wohls. Den Mitarbeiter*Innen des öffentlichen Dienstes ohne die wir nicht unsere Beine hochlegen könnten und uns keine Sorgen um öffentliche Sicherheit, Brandbekämpfung oder medizinische Versorgung machen müssen. Die Kollegen*Innen im nicht-öffentlichen Dienst ohne die wir das ebenfalls nicht könnten. Busse, Bahnen, Flugzeuge fliegen (noch) nicht von allein, Kranke müssen auch an Ostern, Weihnachten oder zum Tag der deutschen Einheit behandelt werden und es gibt auch gesellschaftliche Errungenschaften die auch über Feiertage gewartet und instandgehalten werden müssen, Stichwort: Klärwerk. Die Menschen in unseren Vereinen die Spieltage und das Drum-Herum organisieren, am Kampfgericht sitzen, Zuschauen kommen oder defekte Anzeigetafeln beim zuständigen Bezirksamt reparieren lassen. Dank an unsere Gegner, dass Sie uns stets sportlich fordernd aber immer Fair entgegentreten. Danke an unsere Freunde, Familien, Partner die uns Halt und Zuversicht geben und uns in den Arm nehmen, wenn es nötig ist, genau wie sie uns in den Arsch treten.

Was haben wir erreicht?
Die erste Hälfte 2019 stand noch im Schatten der abgelaufenen Saison. Diese Tür ist zu, wir schauen nicht zurück.
Die aktuelle Saison verläuft, nun ja, besser. Wir begannen die Vorbereitung mit großer Mannstärke und das sollte sich auch bis auf eine abweichende Woche nicht ändern. Davon beflügelt und mit den, aus dem aktiven Handballruhestand, zurückgekehrten Haude und Ostwald starteten wir in eine Saison, in der wir uns nicht weniger als eine Podiumsplatzierung zum Ziel gesetzt haben. Nach einem anfänglich dankbaren Spielplan mit 3 Aufsteigern und Rudow Zuhause in Hellersdorf in den ersten vier Partien standen wir mit 8:0 Punkten da. Die erste große Standortbestimmung Spieltag 5 – BTV 1850, hatten wir im letzten Spiel der abgelaufenen Saison noch eine derbe Klatsche in Kreuzberg bekommen, wollten wir Wiedergutmachung. Gegen das 7-1 gestartete BTV setzte es die erste Niederlage der Saison 26:27, verdient! Mit dieser Delle im Bug mussten wir uns in der Woche drauf OSF ebenfalls mit einem geschlagen geben. An diesem Punkt könnte sich eine Saison entscheiden, wir entschlossen uns, dass wir diese Ausfahrt nicht nehmen wollten. 3 Siege gegen Ajax, PSV und Narva sowie ein überragendes Spiel bei der Last-Second-Niederlage im Pokal gegen den VfV Spandau (eins) zeigten wir im Anschluss. Das einzige Spiel der Hinrunde zu dem wir in keiner Minute wirklich einen Zugriff bekamen sparten wir uns für den Schluss. Neukölln entführte 2 Punkte aus Hellersdorf und damit die Herbstmeisterschaft. Da der Weihnachtsmann aber eben kein Osterhase ist, hieß es Mund abputzen und im letzten Spiel des Jahres das Hellersdorf-Derby annehmen. Nach großem Kampf und hohem Tempo behielten wir auch im Rückspiel die Oberhand und überwintern nun einen Punkt hinter BTV auf einem guten zweiten Tabellenplatz.

Aber diese Tür ist nun ebenfalls zu.
Es geht im neuen Jahr weiter und von den Erfolgen der Vergangenheit können wir uns nichts mehr kaufen. Niemanden interessiert am Ende wer als Spitzenreiter den Jahreswechsel begangen hat. Der Weihnachtsmann ist eben kein Osterhase. Unser Anspruch ist wie oben formuliert ein hoher in dieser Saison, es kommen noch schwere Spiele auf uns zu, aber wir gehen mit dem Wissen in diese Spiele, dass wir sie gewinnen werden, wenn wir unser Spiel spielen.

Zum Abschluss des Jahres wünschen wir euch allen einen guten Start ins neue Jahr und ebenso ins neue Jahrzehnt. Das die Makel der Vergangenheit keine Rolle mehr in der Zukunft spielen. Das die Sachen die ihr euch vornehmt angegangen werden können und das Ihr das kleine Glück was Tag für Tag um uns herum passiert seht und zu schätzen vermögt.

Frohes neues Jahr 2020 – TuS Hellersdorf Herren