Der Wurm ist drin

Nachdem wir letzten Sonntag auf sehr ärgerliche Art und Weise die zwei Punkte dem TSV Rudow überlassen mussten, wollten wir es heute besser machen und uns für eine konstante Leistung über 60 Minuten belohnen.

Etwas dezimiert, anfangs mit nur zwei Auswechselspielerinnen auf der Bank, starteten wir in die Partie gegen die ersten Frauen der Sp. Vg. Blau-Weiß 1890. Unsere Gegner befanden sich auf Platz drei der Tabelle, aber nachdem wir uns letzte Woche über weite Teile des Spiels auch mit dem Tabellenzweiten messen konnten, ließen wir der Platzierung keine besondere Bedeutung zukommen.

Das Spiel begann und man hatte das Gefühl, wir waren nicht zu 100% da. Es war ein eher schleichender Prozess und unser sonst gut funktionierendes Tempospiel kam erstmals wenig zum Einsatz. Nach dem ersten Drittel der ersten Hälfte liefen wir einem 4-Tore Rückstand hinterher, nahmen die Auszeit und schnappten etwas Luft. Vorne sollten wir ideenreicher werden und uns von kleinen Fehlern nicht aus dem Konzept bringen lassen. Innerhalb von 5 Minuten kamen wir wieder auf ein Tor ran, konnten diesen Abstand aber bis zur Halbzeitpause nicht halten und gingen mit einem Stand von 14:9 in die Pause.

Trotz eines 5-Tore-Rückstands war die Stimmung in der Kabine gut. Wir wussten: Aufgeben is‘ nicht und den Kopf jetzt hängen zu lassen, würde uns aus der jetzigen Situation nicht raushelfen. Es sei auch zu erwähnen, dass unsere Gegner bis hierhin nahezu alle Tore über 7-Meter oder Tempogegenstöße erzielt haben und nur wenig aus dem eigenen Angriff. Unsere Abwehr stand demzufolge sehr kompakt, aber unser Rückzugsverhalten ließ zu Wünschen übrig und im Angriff lief der Ball nicht – das wussten die Damen von Blau-Weiß geschickt auszunutzen.

In der zweiten Halbzeit galt es den Rückstand möglichst schnell aufzuholen, um eine weitere Niederlage zu verhindern.

Wir starteten im Angriff etwas erfolgreicher, jedoch häuften sich technische Fehler und überhastete Abschlüsse zunehmend, die ein fließendes Zusammenspiel eher weniger zuließen. Aufgrund fehlender Absprache in der Defensive kamen die Gegner weiter zum Zug, sodass wir das Spiel auch in der zweiten Halbzeit nicht mehr drehen konnten. Wir verlieren schlussendlich mit 5 Toren in Tempelhof und müssen ohne Punkte die Heimreise antreten. (Endstand 27:22) 

Was bleibt noch zu sagen? Körperlich war es ein sehr intensives Spiel, auf das wir uns zwar gut eingelassen haben, in dem wir aber sowohl vorne, als auch hinten viele Chancen liegen ließen und kein konsequentes Zusammenspiel über 60 Minuten zu Stande brachten.

Niederlage hin oder her, viel Zeit bleibt nicht sich Gedanken über diesen Punktverlust zu machen, denn am nächsten Sonntag steht schon die nächste Partie an! Wir sind heiß, wieder erfolgreich anzugreifen und freuen uns über jede Unterstützung 15:00 in der Eile!