Das Jahr geht zu Ende

Ein Spielbericht hat lange auf sich warten lassen.
Der Autor war selbst nicht anwesend, deswegen mache ich es kurz: Das Heimspiel am 16.12.2018 gegen BTV verlief nicht so wie wir es wollten.
Siege Zuhause sind immer eingeplant, diesmal konnten wir dem nicht gerecht werden. Schade für uns. Glückwunsch nach Kreuzberg.
Wir überwintern trotzdem auf einem starken 4. Platz und haben uns für die Rückrunde einiges vorgenommen.

Nun hat uns die Weihnachtszeit fest im Griff.
Die meisten Enten, Gänse, Karpfen, Wiener mit Kartoffelsalat und Linsensuppen werden bereits gegessen worden sein.
Zeit für und mit der Familie, in ruhiger besinnlicher Stimmung. Bei Kerzenschein und Rolf Zuckowskis Stimme in der mit Mandel und Bratapfel geschwängerten Luft.
Eine Phase, vielleicht die einzige Phase im Jahr um wirklich einmal inne zu halten.
Eine Zeit um das Jahr Revue passieren zu lassen und in sich zu gehen. Was ist wirklich wichtig? Was ist die Essenz aus all der Hektik, all dem Stress, all der Nervosität ob einzuhaltender Deadlines oder der Suche nach einer neuen Tätigkeit. Was bleibt schlussendlich in einer Zeit, in der auf jedem Fernseher die Worte Terror, Krise und Alternativlosigkeit eingeritzt zu sein scheint.
Am Ende von allem steht immer das Miteinander. Die Menschen auf die wir uns verlassen. Menschen (auch Tiere) die uns Halt geben, für uns da sind in guten und in schlechten Zeiten. Die uns sagen was wir gut und was wir aber auch schlecht gemacht haben. Damit wir zu unserem besten Ich werden, das wir sein können.
TuS Hellersdorf möchte sich an dieser Stelle bei all diese Menschen bedanken. Bei den Menschen die uns den Rücken freihalten, wenn wir Woche für Woche in den Hallen Berlins unserem Hobby, unserer Leidenschaft nachgehen. Danke für all die unzähligen Stunden die ihr mit uns bei den Spielen verbringt. Für all die Kompromisse die ihr eingeht, damit wir, in einer auch für euch stressigen Woche, abends noch zum Training gehen können. Danke für jedes Lob nach einem Sieg und für jedes aufmunternde Wort nach einer Niederlage. Ohne euch könnten wir das alles nicht.
Danke.

Vom Kleinen muss man allerdings auch ins Größere gehen. Denn ohne die Menschen hinter den Kulissen wären wir genauso aufgeschmissen. Die Kollegen die morgens die Halle aufschließen und die Bänke an die Spielfeldseite stellen. Unsere Zeitnehmer und Ehrenamtlichen die für Fotos sowie die Organisation im Verein sorgen. Und auch danke an die Schiedsrichter, die viel zu oft der Fokuspunkt der Wut über die eigene Leistung sein müssen. Wir wissen, dass es ohne euch keinen Handball gibt.

Zuletzt möchte ich den Rahmen noch größer fassen.
Handball ist nichts. Wenn morgen die Welt untergeht, dann erinnert man sich als letztes an den Handball. Wir können diesen großartigen Sport ausüben, weil wir in unserem Leben frei und sorglos sein können. Weil wir uns nicht jeden Tag überlegen müssen wo wir den nächsten Sack Reis für das Abendbrot auftreiben können oder ob heute Nacht wieder Raketen in meiner Stadt niedergehen.
Wir leben in einem Land in dem es uns materiell an nichts fehlt (außer an schnellem mobilen Internet).
Dieser Dank ist für die Menschen, die das möglich machen. Für die Helden des Alltags, für die kleinen Zahnrädchen die funktionieren müssen, damit die große Maschine läuft.
Danke an alle Busfahrer, Müllmänner und – frauen, Gebäudereiniger, Polizisten und Feuerwehrleute, Krankenschwestern und Pfleger, Kindergärtnerinnen und Lehrer. Danke an alle Soldaten, die Weihnachten nicht Zuhause verbringen um anderswo Menschen zu helfen. Danke an die unzähligen Bahnfahrer und Zugbegleiter, die uns wie die Genannten zuvor auch über die Feiertage sicher von A nach B bringen und kämpft weiter für euren Tarif. Danke für jeden der sich in Deutschland um andere kümmert, seien es nun Kinder, ältere Menschen, eingeschränkte Personen oder Menschen die vor Krieg und Verfolgung fliehen um hier das gleiche sichere Leben zu haben wie wir. Und danke an jeden der Weihnachten und an den Feiertagen arbeiten musste.
Und danke an alle die ich vergessen habe.
Ihr seid nicht selbstverständlich. Ihr macht das möglich was am Ende das Wichtigste ist.
Das Miteinander.

Weihnachtsgrüße von TuS Hellersdorf 1.Herren:
Mario Schubert, Robert Basler, Nico Wenzel, Tim Wenzel, Kai Teske, Christoph Plotka, Lars Garlipp, Leon Grätz, Philipp Löprick, Stefan Geißhardt, Benjamin Fentz, Manuel Zielke, Hendryk Muth, Sascha Zenker, Marcus Wiegand, Max Seidenschwarz und Paul Bentke sowie von Torsten Winkhoff und Torsten Möhr.