Die Moral von der Geschichte ist…

Keine Angst vor großen Namen

Am vierten Spieltag der Verbandsliga Männer erwarteten wir den VFL Lichtenrade.
Der Mitfavorit um die Berliner Handballkrone reiste mit einer sehr jungen und gut ausgebildeten
Mannschaft an. Dementsprechend waren die TuS Spieler hochkonzentriert und angespannt zu
gleich.
Wir wussten, daß der VFL gleich von Anfang an ein hohes Tempo gehen wird. So boten beide
Teams in den ersten 10 Minuten schnelligkeitsorientierten Handball (Spielstand da 4:4).

Als hätte jemand den Schalter auf Null gedreht, lief in den kommenden 20 Minuten der ersten
Halbzeit das Spiel an uns vorbei. Die technischen Fehler häuften sich. Man suchte zu schnell den
Abschluss und vergab die uns gegebenen 7m. In der Abwehr waren Unsicherheiten zu erkennen und
es wurde streckenweise der Torwart im Stich gelassen. Wir konnten uns daher noch glücklich
schätzen, dass wir nur mit 4 Minus in die Pause gingen.Von Außen sah es so aus, dass der Kopf der
Spieler über den Körper gesiegt hätte.

Was tun! In der Kabine wurden erst einmal Salzstangen verteilt. Der Trainer versuchte die
richtigen Worte zu finden und erhöhte dabei (leicht) seinen Dezibel-Pegel.
In der Kabine wurde der Mannschaft klar, dass nur eine geschlossene Mannschaftsmoral noch dazu
beitragen kann, das Spiel für uns zu entscheiden.

So ging es in die zweite Spielhälfte mit einer leicht veränderten Aufstellung, wobei Paul an die gute
Leistung von Max anknüpfte und noch eine Steigerung parat hatte.
Bis in die 44. Minute sollte es schwierig werden für uns. Lichtenrade schaffte es den 3 Tore-
Abstand aufrecht zu halten. Ab da wirkten die Salzstangen, die Mannschaft kämpfte, schob sich Tor
um Tor in Richtung unentschieden, und zeigte in den letzten 10 Minuten der Spielzeit, was Moral
bedeutet.
Wenn wir in den nächsten Spielen so spielen, wie in den letzten 10 Minuten gegen VFL, dann auch
bitte 60 Minuten lang, brauchen wir weiterhin keine Angst vor großen Namen haben.

Ein großes Lob an die Mannschaft, ob auf der Platte oder auf der Bank, der Sieg war verdient.

Tor:
Seidenschwarz / Bentke
Feld:
Muth (2), Schubert (7/3), Wenzel Nico (3), Grätz (2), Teske (2), Zielke (1), Geisshardt (3),
Wenzel Tim (1), Basler (5)