Sich selbst nicht belohnt

Die 1. Männer verliert das Heimspiel gegen den BFC Preußen mit 29:31 (10:13) und belohnt sich dabei nicht für einen harten Kampf gegen den Meisterschaftsfavoriten der Berliner Verbandsliga.

Aktuell plagen die Mannschaft von Mathias Haude einige Verletzungssorgen. Beide Torhüter fallen langfristig aus, dazu hat es auch ein paar Feldspieler erwischt. Dennoch kein Grund zum Jammern. Die Personaldecke war zwar etwas ausgedünnt, dennoch wollte man in ejdem Fall die beiden Punkte in der Eile behalten und sich damit in die obere Tabellenhälfte setzen.

Es war allerdings den Gästen gestattet, die ersten beiden Treffer dieser Partie zu erzielen. Die 1. Männer war noch gar nicht richtig im Spiel, da hatten die Lankwitzer unsere Deckung bereits zweimal hinterlaufen. Was gibt man da als passende Antwort? Richtig, einen schnellen 7:0 Lauf. Über gute Abwehrarbeit und geduldig vorgetragene Angriffe stellte man bis zur 11. Minute auf 7:2. Leider war es in dieser Anfangsphase ein wellenförmig verlaufendes Spiel. Auf jedes Hoch, folgte ein Tief, so dass beim 7:7 wieder alles pari war. Die gesamte Halbzeit war hart umkämpft, wobei es Preußen etwas besser verstand, die aussichtsreichen Wurfpositionen zu nutzen. Beide Teams lieferten eine gute Defensivordnung, wobei dem TuS nach dem 10:10 (25. Minute) etwas die Luft ausging und der BFC bis zum Pausenpfiff auf 10:13 stellte.

Halbzeit zwei startete dann wie Abschnitt eins. Blitzschnell stellten die Gäste auf 10:15 und unsere Mannschaft schien etwas den Kontakt zu verlieren. Was dann jedoch folgte, war eine kämpferisch und spielerisch blitzsaubere Leistung. Trotz nur drei nominellen Rückraumspielern war man nun hellwach und spielte die massive Preußendeckung über breite Kreuzbewegungen sehr gut auseinander. Spätestens beim 17:19 (40. Minute) war man wieder im Spiel und schnupperte etwas Morgenluft.
Es war ein gänzlich anderes Spiel geworden, dominierten nun plötzlich die Angriffsreihen das Geschehen. Über 18:19, 20:21 und 22:23 hatte man mehrmals die Möglichkeit bereits den Ausgleich zu erzielen, der dann beim 23:23 erstmals fiel und bis zum 28:28 gehalten werden konnte. Das Spiel über den Kreis zeigte sich nun als sehr effektiv und führte mehrmals zu guten Torgelegenheiten. Als dann beim 29:28 nur noch zwei Minuten zu spielen war und die 1. Männer zum ersten Mal seit dem 10:9 wieder die Führung übernommen hatte, stand die Eile Kopf. Doch Preußen antwortete eben wie eine Spitzenmannschaft und lieferte völlig unbeeindruckt weiter ab. Zwei eigene blöde taktische Fehler nutzten die Gäste, um wieder auf 29:30 zu stellen. Als dann mit dem letzten Wurf vom Kreis die letzte Chance auf den Ausgleich entschärft wurde, war der letzet Treffer der Gäste nur noch Makulatur. Endstand 29:31.

Fazit: Wie gewonnen, so zerronnen. Als beim 29:28 das Momentum auf unserer Seite war, ließen wir leider zu schnell genau jenes wieder fallen. Nur 4 Sekunden hielt die eigene Führung, da man die zweite Welle der Preußen unzureichend verteidigte. Danach folgte ein einfacher Fehler in der Außenabwehr und der gegnerische Linkshänder hatte dadurch freie Bah., Schade drum, doch das Spiel wurde vorher verloren. Man hätte mehr aus dem Auftakt der Partie zehren müssen, gerade in Anbetracht der Tatsache, dass nur wenige Alternativen auf der Bank vorhanden waren. So verlor man ab der 11. Minute den ersten Abschnitt mit 3:11. Ein Problem, dass uns am Ende den Sieg kostete.
Dennoch war es wieder ein Fortschritt zu den vorangegangenen Spielen und sollte jedem gezeigt haben, dass auch mit etwas Verletzungspech durchaus Überraschungen möglich sind.

Im Pokal trifft man nun auf die zweite Vertretung des VFL Tegel und damit mal wieder auf eine Landesligamannschaft. In den vergangenen drei Jahren war jeweils Endstation gegen Gegner aus genau dieser Klasse, wodurch man mehr als gewarnt sein sollte. Hinzu belegte die junge Tegeler Mannschaft im letzten Jahr Platz 3, scheiterte also nur knapp am Aufstieg in die Berliner Eliteliga.
Zur wunderschönen Anfwurfzeit um 10:00 Uhr am Sonntagmorgen geht es für uns – in der direkt um die Ecke liegenden Halle an der Hatzfeldtallee – los. Hoffen wir, dass die Wecker rechtzeitig gestellt werden.

Tor: Bentke

Feld: Schubert (11/7), N. Wenzel (5), Haude (4), Plotka (3), Basler (2), Zielke (2), Teske (1), Binting (1), Fentz, Muth, Geißhardt (n.e.), T. Wenzel (n.e.)