Hart erkämpfter Heimsieg

Die 1.Männer gewinnt das erste Heimspiel der Saison 2017/2018 mit 27:26 (13:15) gegen den starken Aufsteiger von der SG Rotation Prenzlauer Berg und sichert sich somit den ersten Punktedoppelpack in der noch jungen Saison.

Nach dem glücklichen Punktgewinn in der Vorwoche versuchte man in den Trainingseinheiten die vielen Defizite aus jenem Gastspiel beim PSV anzugehen. Insbesondere auf die eigene Überzahlsituation und die schnelle Ballzirkulation wurde Wert gelegt, erwartete uns mit den Männern aus dem Prenzlberg doch eine Mannschaft, die den Ball sehr schnell machen  und die vorne wie hinten kompromisslos gegenhalten würde.

Mit Start der ersten Halbzeit bestätigte sich diese Beobachtung direkt. Das unsere Jungs gerne auf das Gaspedal drücken, dürfte in der Verbandsliga niemanden mehr überraschen. Doch auch die Gäste ließen sich nicht lumpen und versuchten jeden Angriff schnell vorzutragen. Auf unserer Seite stach besonders Schubert hervor, der in der ausgeglichenen Anfangsphase (2:1, 5:4, 6:7) immer wieder losmarschierte und entweder einnetzte oder nur auf Kosten eines Strafwurfes zu stoppen war. Da er diese auch noch direkt selbst verwertete, hatten wir bis zum 7:7 nur einen einzigen Torschützen aufzuweisen. Die Abwehr funktionierte in diesem ersten Abschnitt leider nicht wirklich wie gewünscht, so dass den Rotationern immer wieder einfache Wurfgelegenheiten geboten wurden, die vornehmlich Franetzki rigoros nutzte. So musste man den Gegner bis zum Pausenpfiff auf 2 Tore „enteilen“ lassen.

Die in der Halbzeitansprache aufgezeigten Defizite waren vielfältig, glücklicherweise aber längst nicht mehr so gravierend wie noch in der Vorwoche. Diesmal ging es nur um kleinere Justierungen in der Abwehrarbeit, bei der man zu häufig den Kontakt zum ballführenden vermissen ließ und auch das eigene Überzahlspiel soll noch einmal Thema gewesen sein.

Offenbar hatten die Männer von Mathias Haude besonders gut zugehört. Vom Start weg dominierte man die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit und brachte sich durch einen 5:1 Lauf in eine komfortablere Ausgangsposition (18:16). Die in dieser Phase sehr gute Defensivarbeit machte sich bezahlt und sollte später der Grundstein für den Heimsieg werden. Wenn sich eine 2-Tore-Führung in einem Handballspiel schon komfortabel anfühlt, kann man sich ausdenken, wie ausgeglichen das Duell auf der Platte war. Die Gäste antworteten direkt, egalisierten unsere Führung und hatten diese beim 22:24 (51. Minute) wieder selbst übernommen. Neben dem weiterhin überragenden Schubert tat sich in der entscheidenden Phase besonders Löprick hervor, der nun gute Würfe aus dem Rückraum nahm und somit seine Farben im Spiel hielt. Nach einem gehaltenen Starfwurf übernahm man beim 26:25 wieder die Führung, konnte diese bis zum 27:26 halten und hatte somit zwei weitere Punkte gesammelt.

Fazit: Es war immer noch etwas stotternd, doch der Motor lief schon besser als noch gegen PSV. Das Spiel war, wie bereits mehrfach erwähnt, ungemein ausgeglichen und keine Mannschaft konnte sich im Spielverlauf auf mehr als zwei Treffer absetzen. Die Führung wechselte in diesem Spiel 10 mal und so war es am Ende sicherlich auch ein wenig Glück, dass wir mit Abpfiff vorne lagen, wäre in diesem Spiel auch ein unentschieden kein ungerechtes Ergebnis gewesen. Die Rotationer Gäste präsentierten sich insbesondere in Halbzeit eins sehr stark und hatten mit Franetzki (am Ende 13 Treffer) einen überragenden Einzelakteur in ihren Reihen. Gut, dass Schubert und der gesamte Rückraum an diesem Tag eine Antwort hatten und man sich selbst für die Leistungssteigerung in Abschnitt zwei belohnte.

Am nächsten Spieltag geht es für uns am Sonntag gegen den ersten Absteiger aus der Ostsee-Spree-Liga. Wir treffen um 16:30 auf den BSV 92 und wollen auch hier wieder auswärts punkten. Das eine weitere Leistungssteigerung dafür von Nöten sein wird, dürfte niemanden überraschen. Ob diese gelingt, darauf darf gespannt geschaut werden. Wie immer freuen wir uns über jeden Schlachtenbummler der den Weg auf sich nimmt.

Tor: Wiegand (01. – 41.), Bentke (42. – 60.)

Feld: Schubert (12/5), Löprick (4), Basler (4), Muth (4),  Plotka (3), Teske, T. Wenzel, N. Wenzel, Geißhardt, Zielke, Fentz, Binting