Klar unterlegen in Lankwitz

Die 1. Männer unterliegt dem BFC Preußen mit 34:27 und muss dabei dem an diesem Tag deutlich kleineren Kader Tribut zollen. Dass am Ende eventuell etwas mehr möglich gewesen wäre, zeigt der Blick auf die ersten rund 45 Minuten des Spiels.

Viele Absagen ereilten Trainer Haude im Vorfeld des Spiels. Hier jemand arbeiten, da jemand im Urlaub und plötzlich schrumpfte der eigentlich 17 Mann große Kader auf nur noch 9 Spieler zusammen. Auf Hilfe aus der zweiten Mannschaft konnte man nicht bauen, waren diese doch fast zeitgleich im Derby in Hellersdorf auf der Platte. Es musste also alleine gerichtet werden.

Der Start in die Partie war dabei verheißungsvoll. Im Vorfeld hatte man sich selbstverständlich vorgenommen, die Begegnung möglichst lange offen zu halten, um eventuell am Ende etwas Nachlässigkeit beim Gegner ausnutzen zu können. Immerhin machten sich auf Preußenseite rund 14 Akteure warm und schon im Hinspiel waren wir mit besserem Kader klar unterlegen. Wir wollten also das Beste aus den vorhandenen Möglichkeiten machen. Doch wer will das nicht?

Zurück zum Spiel: Über 2:1 und 6:4 lag man zwar direkt zu Beginn im Hintertreffen, kam aber ganz ordentlich ins Spiel. Die Abwehr stand offensiv gegen die Rückraumschützen Hanisch und M. Bachmann und erzwang den einen oder anderen Fehler. Beim 6:6 war das Spiel vollkommen offen und die geduldig vorgetragenen Angriffe zeigten den gewünschten Effekt. Insbesondere T. Wenzel und Fentz von außen konnte hierbei gut treffen. In Spielminute 15 kam dann ein weiterer Spieler auf der Platte an: Kapitän Schubert hatte sich aus dem weiten Schweden aufgemacht und war fast pünktlich angekommen.

Preußen hatte mittlerweile auch P. Bachmann ins Spiel gebracht und baute nun auf die beste Rückraumreihe der Liga (am Ende 20 Tore). Beim 13:13 (25. Minute) lief weiterhin alles nach Plan, bevor vor allem technische Fehler im Angriff zu schnellen Gegentoren der Preußen führten. Dabei konnte sich der im gesamten Spiel gut aufgelegte Wiegand im Tor sogar noch auszeichnen und verhinderte einen noch höheren Pausenrückstand als das 17:13 zur Halbzeit.

Grundsätzlich gut, am Ende aber mit Schönheitsfehler. So in etwa lautete das Fazit zur Halbzeit. Die 4 Treffer zum Ende taten weh, war man doch zuvor dabei, den Gegner durchaus ärgern zu können. Mit dem angekommenen Schubert hatte man eine weitere Option, wobei der Schuh nun auf Linksaußen drückte, da T. Wenzel sich wieder an der Schulter verletzte.
Man besprach noch einmal das Rückzugsverhalten gegen den Rückraum, insbesondere die Verteidigung der zweiten Welle der Gastgeber. Mit der Maßgabe, das Spiel möglichst lange offen zu halten ging es dann in den zweiten Abschnitt.

Aus dem 4:0 Lauf vor der Halbzeit machte Preußen dann schnell einen 6:0 Lauf. Beim 19:13 musste man schlimmes befürchten, bevor die Mannschaft wieder aufwachte und im Angriff wieder bessere Lösungen fand. Coach Haude hatte sich auf der Linksaußenposition eingerichtet, der Rückraum ackerte unermüdlich und auch in der Abwehr wurde koordiniert gearbeitet und somit einige Ballgewinne erzielt. Über 20:16 und 22:18 war man beim 28:24 immer noch auf Tuchfühlung (52. Minute), bevor der Glaube an den möglichen Punktgewinn durch zwei schnelle Tore der Preußen vollends zu Nichte gemacht wurde.

Die Abwehr agierte zwar über weite Strecken gut und man konnte die Gastgeber auch insgesamt 7-mal in Zeitspielbedrängnis bringen, doch am Ende entschied die individuelle Qualität das Spiel. Immer in diesen engen Momenten nahmen sich die Bachmänner oder Hanisch der Sache an und erzielten doch noch den Treffer. Zu viele Nackenschläge insgesamt für den kleinen Kader, der sich dann nicht mehr gegen die Niederlage stemmen konnte und das Spiel mit 34:27 zu Recht, wenn auch ein wenig hoch, verlor.

Fazit: Manchmal ist gut eben nicht gut genug. Die Spieler, die da waren, gaben an diesem Tag ihr Bestes, alleine es reichte nicht, um die starken Männer vom BFC Preußen in ernsthafte Bedrängnis zu bringen. Man kann beide Halbzeiten mit 4 und mit 3 Toren verlieren, auch wenn die 7 Tore Differenz am Ende etwas hart klingen. Preußen hatte das Spiel eigentlich vollkommen im Griff, da wir es nicht schafften, in der heißen Phase die vorhandenen Möglichkeiten zu nutzen und den Rückstand auf 1-2 Tore einzuschmelzen. Dann wäre eventuell eine kleine Sensation, wie gegen Spandau möglich gewesen. So bleibt es beim verdienten Sieg des BFC.

Der kleine Traum vom 3. Platz ist damit geplatzt, maximal ist noch Platz 4 zu erreichen. Dabei stehen aber noch schwere Aufgaben an, wenn es zunächst gegen den TSV Rudow und dann zum Abschluss gegen die SG TMBW geht. Der aufmerksame Leser der Berichte wird wissen, dass das eigentliche Saisonziel bereits vor einigen Wochen geschafft wurde und die Mannschaft momentan „nur“ noch um die Zugabe für diese tolle Saison kämpft. Doch auch das kann ein lohnendes Ziel sein. Mit weiterhin guten Leistungen ist noch der eine oder andere Punkt zu holen, auf welchen Platz er dann führt, ist eigentlich zweitrangig. Es gilt viel eher, jetzt schon die Entwicklung für die nächste Saison voranzutreiben.

Zum Heimabschluss am 07.05.2017 empfangen wir den TSV Rudow, bei dem wir im Hinspiel eine empfindliche Niederlage einstecken mussten. An diesem Tag wird in der Eile wieder einiges zum letzten Heimspieltag geboten. Vor allem sportlich geht es in allen Partien noch um viel, wenn sowohl dritte, als auch zweite Männer kurz vor dem Aufstieg stehen und die 1. Frauen jeden Punkt im Kampf um den vielleicht noch möglichen Klassenerhalt braucht. Unser Spiel um 16 Uhr bildet dann den Abschluss eines hoffentlich erfolgreichen TuS-Tages. Es heißt also noch einmal: Alle auf in die Eile. Ein letztes mal Vollgas für 4 Heimsiege.

Tor: Wiegand

Feld: Schubert (7/2), Basler (5), Fentz (4), Zielke (3), Haude (2), N. Wenzel (2), T. Wenzel (2), Zenker (2), Muth, Fröhlich

Strafwürfe: TuS 5/6 – BFC Preußen 1/1

Zeitstrafen: TuS 2 – BFC Preußen 7 + 1 x direkt Rot