Pfeffer in offene Wunden

Am vergangenen Sonntag wollte die Dritte die bittere Pleite gegen Rotation wieder gutmachen, indem man bei Pfefferwerk einen souveränen Sieg einfährt. Eindeutig war jedoch, dass man mit allem rechnen musste. Große Sorgen bereiteten zunächst zwei Ausfälle, und ein Schiedsrichter vom Konkurrenten Rehberge. Bei der stagnierenden Rückrunden-Leistung konnte so etwas ganz schnell nach hinten losgehen.

Das Spiel begann wie zu erwarten verhalten, zäh und kampfbetont. Die Dritten hatten allerdings offensiv mehr Probleme, als die Gegner. Die Roten bekamen zwar durch einige 1-1-Situtationen hinten Tore eingeschenkt, jedoch konnte man das selten als Mannschaftsleistung betrachten. Weiterhin folgte auch eine miserable Wurfquote von freien und eben auch halbgaren Würfen aus dem Rückraum. Gegen Ende der ersten Hälfte stellte die Dritte dann auf zwei Kreis um, was in der Nahwurfzone genug Druck erzeugte und einfache Würfe zuließ. Die Abwehr stand mit der Zeit immer stabiler, sodass man zur Halbzeit nur mit 11:9 zurücklag.

Die zweite Halbzeit begann mit einer 3:0 Serie der Dritten, auch wenn die Arbeit aus dem Rückraum immer noch zurückhaltend war, war die Abwehr doch sehr dicht. Der Sieg rückte also immer näher, doch dann betrat eine weitere Partei das Spiel: der Gelbe. Ein aberkanntes Kontertor, zwei strittige 7m-Würfe und ein eindeutig übertretener Wurf innerhalb der letzten fünf Minuten gaben dem Gastgeber genug Aufschwung um sich gegen die sehr sichere Abwehr der zweiten Hälfte durchzusetzen und zum Schlusspfiff ein 23:23 herauszuholen.

So bitter dieses Unentschieden auch ist, spiegelt es eindeutig die Form der Rückrunde wider. Es ist Fakt, dass die ersten fünfzehn Minuten bei uns häufig schwach verlaufen, und die Schiedsrichter ob ihrer Leistung häufig wichtiger als das Spiel sind.

Sieg soll es dennoch gegen Siemensstadt am Sonntag um 12:00 in der Eile heißen.

Und nicht vergesen! Um 14:00: Topspiel der Zweiten gegen Rivalen SCC. Alle Fans des Hellersdorfer Handballs sind herzlichst eingeladen!