Leistungssteigerung sichert Auswärtserfolg

Die 1. Männer gewinnt das schwierige Auswärtsspiel bei der SG Ajax/Altglienicke am Ende mit 24:31 (13:12), benötigt dafür aber eine gehörige Verbesserung im zweiten Abschnitt um das Spiel zu gewinnen.

Das erste Spiel nach einer wieder einmal längeren Pause stand an und die 1. Männermannschaft traf dabei auf den Tabellenletzten aus dem benachbarten Köpenick. Die Mannen von Torsten Nischwitz haben schon die gesamte Saison über mit Leistungsschwankungen zu kämpfen und verloren dabei viele enge Spiele in den letzten Minuten. So auch in der Vorwoche, als man gegen die SG TMBW einen zwischenzeitlichen 10 Tore Vorsprung verspielte und am Ende mit 5 Toren unterlag. TuS-Coach Haude hatte diese Partie beobachtet und seine Mannschaft in der Trainignswoche eindringlich davor gewarnt, die Köpenicker nicht zu unterschätzen.

Der Start in die Partie ließ auch vermuten, dass seine Mannschaft verstanden hatte. Man konnte schnell die Kontrolle übernehmen und über die Stationen 0:2, 1:3 und 2:6 einige Tore zwischen sich und die Gastgeber bringen. Mit immer wieder schnellen Angriffen wählte man hier den richtigen Ansatz in der Offensive, gewann dabei zumeist die 1:1 Duelle und erarbeite sich so relativ einfach die sehr guten Wurfchancen. Bis zum 4:8 sah alles nach einem geruhsamen Nachmittag aus, doch leider ließ man die Zügel zu sehr schleifen. Die SG aus Köpenick suchte nun ebenfalls vermehrt das Tempospiel und konnte 3 Treffer in Folge erzielen. Die genommene Auszeit sorgte nur für kurzzeitige Verbesserung der Situation (8:11), bevor Ajax beim 11:11 zum ersten Mal wieder einen unentschiedenen Spielstand schaffte und dann beim 13:11 sogar zwei Treffer vorlegte. Beim Stand von 13:12 wurden die Seiten gewechselt.

Grundsätzlich könnte man jetzt ein 13:12 Pausenrückstand gegen den Tabellenletzten als hochdramatisch empfinden, doch dem war bei Weitem nicht so. Ajax agierte genau, wie man es erwartet hatte. Gut im Umkehrspiel und mit der richtigen Einstellung. Eben so, wie man in der Vorwoche noch der SG TMBW viel größere Probleme bereitet hatte. Die Tus-Mannen machten beileibe kein schlechtes Spiel, einzig der fehlerhafte Ballvortrag (allein 10 Ballverluste in Halbzeit eins) und die mangelnde Tiefe aus den Auslösehandlungen, die dann zu schlecht genommenen Würfen führten (13 Fehlwürfe) bedurften einer Korrektur. Doch man war zu 100% zuversichtlich, das Spiel in die richtigen Bahnen lenken zu können.

Halbzeit zwei war dann zunächst fast ein Spiegelbild der ersten Hälfte. Die 1. Männer konnte relativ schnell die Kontrolle des Spiels zurückerlangen und sich ein vermeintlich beruhigendes Polster verschaffen. Man agierte nun mit noch mehr Tempo und hatte endlich auch die richtige Rückraumkonstellation gefunden, die genügend Tiefe in die Bewegungen im Positionsspiel brachte und somit bessere Wurfchancen für sich oder die Nebenleute generieren konnte. Über 14:12, 14:15 und 15:17 setzte man sich bis auf 16:21 ab und hatte die Vorgaben aus der Halbzeitpause gut umgesetzt. Erwähnenswert auch die über die gesamte Spieldauer hervorragende Torwartleistung von Suchantke, der insbesondere die Außenspieler der SG zur Verzweiflung trieb. Wie schon in Halbzeit eins gaben sich die Gastgeber jedoch nicht ihrem Schicksal hin, sondern versuchten alles, um erneut in Spiel zurück zu kommen. Durch zwei vermeidbare Zeitstrafen hatten die Köpenicker beim 23:24 in der 52 .Minute wieder einen Fuß in der Tür. Die Haude-Sieben fand jedoch sofort die richtige Antwort und beendete mit einem krachenden 5:0 Lauf alle Hoffnungen der SG auf einen doppelten Punktgewinn. Auch durch die offensive Deckung begünstigt, schloss man immer wieder freistehend ab und schraubte somit den Vorsprung am Ende auf 7 Tore. Sicherlich mind. 2-3 Treffer zu viel waren, wenn der gesamte Spielverlauf berücksichtigt wird.

Fazit: Ein – im Vorfeld als relativ kompliziert eingestuftes – Spiel mit 7 Toren gewonnen, die nächsten zwei Punkte eingetütet und den dritten Sieg in Folge geschafft. Man kann sicher zufrieden sein mit dem bisherigen Verlauf der Rückrunde, doch man darf sich eben auch nicht blenden lassen, spielte man doch bisher gegen 3 der letzten 4 Mannschaften.
Die Punkte gegen die SG Ajax/Altglienicke mussten hart verdient werden und zeigten, dass die Liga so eng ist, dass auch das Tabellenschlusslicht in jedem Spiel die Möglichkeit hat, mit ein wenig Spielglück die Punkte zu holen. Wir schafften es, die im Vorfeld beim Gegner ausgemachten, eventuell vorhandenen, konditionellen Nachteile zu nutzen und konnten so das Spiel in Halbzeit zwei entscheiden. Dabei ließ man sich nicht vom starken Auftritt des Gegners aus der Ruhe bringen. Die technischen Fehler konnten in Halbzeit zwei zwar nicht reduziert werden und führten zu insgesamt 21 Ballverlusten, doch die Wurfquote ging stark nach oben und man musste nur noch 6 Fehlwürfe in Abschnitt zwei verkraften. Gepaart mit der konstanten Leistung im Tor und der eigenen Defensive waren das die Zutaten für einen blitzsauberen Auswärtssieg.

Am kommenden Sonntag kommt es dann zur nächsten Partie in der heimischen Eile. Zu Gast ist dann der Polizei SV, der aktuell auf dem zweiten Tabellenplatz steht und seit 8 Spielen ungeschlagen ist. Dabei holte die Mannschaft von Patrick Lehmann 15 von 16 möglichen Punkten und bewies, warum viele den PSV vor der Saison zum heißen Meisterschaftsanwärter machten. Will die Mannschaft aus Hohenschönhausen nach zweijähriger Abstinenz zurück in die Ostsee-Spree-Liga, darf man sich nicht mehr viele Punktverluste erlauben, da der aktuelle Tabellenführer vom VfV Spandau ähnlich konstant punktet. Ein schweres Spiel also für unsere Jungs, doch auch eine tolle Möglichkeit gegen eine absolute Topmannschaft zu beweisen, dass man auch in solchen Spielen zu guten Leistungen im Stande ist.

Tor: Suchantke (01. – 60.), Wiegand

Feld: Schubert (12/2), Odebrecht (5/2), Basler (3), Fentz (3), Zenker (3), N. Wenzel (2), Teske (1), Fröhlich (1), Muth (1), T. Wenzel, Löprick

Strafen: TuS Hellersdorf 3 – SG Ajax/Altglienicke 1

7m: TuS Hellersdorf 4/5 – SG Ajax/Altglienicke 5/6