Abwärtstrend hält an – 1. Männer unterliegt auch TMBW

Die 1. Männer verliert das erste Spiel des Jahres 2017 mit 27:30 (13:14) gegen die SG TMBW und kassiert somit die dritte Niederlage in Folge.
So langsam sind die Mannen um Mathias Haude damit im alljährlichen Überlebenskampf des Berliner Oberhauses angekommen. Die dritte Niederlage bedeutet gleichzeitig nicht nur das Abrutschen auf den 8. Tabellenplatz, sondern auch einen mehr als schmerzlichen Punktverlust gegen einen direkten Konkurrenten.

Sicher, die Trainingszeit vor dem ersten Spiel im neuen Jahr war mit einer Woche relativ kurz bemessen, doch auch für die Gäste aus Tempelhof war die Woche nicht länger gewesen. So zeigte sich den zahlreichen Zuschauern am Sonntagnachmittag ein packendes, qualitativ aber nicht wirklich hochwertiges Spiel.
Die 1. Männer verstand es dabei sogar, gut in die Partie zu kommen und einen Fehlstart wie gegen den TSV Rudow zu vermeiden. Von Beginn an konnte man die Führung übernehmen und wusste diese auch im Verlauf der ersten Halbzeit zu verteidigen. Durch gute Angriffsaktionen über den gewohnt starken N. Wenzel und gefährliche Schlagwürfe von Basler fand man immer wieder Lücken in der gegnerischen Defensive. Probleme – und das scheint ein mehr als gefährlicher Trend der letzten Spieltage zu sein – bereitete uns aber der TMBW Angriff mindestens genauso viele. Besonders über die rechte Abwehrseite kassierten wir zu viele Durchbrüche in der 1. Lücke, die wir trotz mehrmaliger Korrekturen nicht verhindern konnten.
So entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem wir zumeist vorlegten, kurz vor Schluss, bei eigener 13:11 Führung jedoch plötzlich das Spielen einstellten und bis zum Pausenpfiff noch drei Treffer in Serie kassierten.

In der Kabine wurden die vielen einfachen Gegentore natürlich noch einmal besprochen. Insbesondere das Deckungsverhalten gegen die Halbspieler sollte verbessert werden. Auch die Blockarbeit bedurfte einer gehörigen Steigerung, waren doch fast alle Rückraumwürfe vollkommen ohne Gegenwehr auf das eigene Gehäuse gegangen.
Doch auch die guten Seiten des eigenen Spiels wurden angemerkt. Der Angriff war annehmbar und generierte genug Torchancen, um das Spiel wieder in die richtigen Bahnen zu lenken.

Halbzeit zwei war dann ein Spiegelbild von der Heimpartie gegen die SG TMBW aus dem letzten Jahr. Die Tempelhofer verstanden es beinahe unnachahmlich, die eroberte Führung zu verteidigen. Immer, wenn wir einen Treffer setzten, rutschte hinten einer durch. Immer wenn wir in der Abwehr einen Ball erarbeiten konnten, war auch die Gäste-Deckung zur Stelle. So entstand ein überaus spannendes Spiel, bei dem es uns aber mehrmals nicht gelang, den Rückstand, der zu Beginn der Halbzeit auf 2-3 Tore angewachsen war, in irgendeiner Form zu verringern. Der Angriff erspielte sich immer wieder gute Gelegenheiten, doch die Abwehr war an diesem Tag mal wieder die Achillesferse. Der Rückraumlinke von TMBW war mittlerweile durch besseres Stellungsspiel neutralisiert, dafür spielte sein Pendant auf der mittleren Rückraumposition groß auf. Mit seiner brachialen Art des Handballs schaffte er sich selbst immer wieder Lücken und erzwang Durchbruch um Durchbruch oder legte auf den Kreisläufer ab. Erst mit einer Manndeckung war diesem Einhalt zu gebieten, was jedoch die Lücken für die übrigen Spieler noch weiter öffnete.
Ein letztes Aufbäumen der Mannschaft war beim 25:28 zu sehen, als man zwei schnelle Tore erzielen konnte und endlich auf ein Tor herangerückt war (57.Minute). Nicht wenige in der Halle hatten hier wohl die Hoffnung, dass es doch wieder ein knappes Happy End geben sollte. Doch Pustekuchen. Durch eine naive Unaufmerksamkeit in der Abwehr konnte der gegnerische Kreisspieler ein Anspiel von der Außenposition verwerten und der eigene Gegenzug lief ins Leere. Spätestens ab hier war der Glaube an den Sieg dahin und wir verloren das Spiel schlussendlich mit 27:30.

Fazit: So langsam muss der Hebel wieder umgelegt werden. Mit dem nun ausgeglichenen Punktekonto von 11:11 ist kein Blumentopf zu gewinnen. Es müssen noch so einige Punkte her, wenn man in dieser wieder unglaublichen engen Verbandsligasaison ein gutes Ergebnis erzielen möchte. Wir befinden uns noch im unteren Mittelfeld, doch in den nächsten Wochen warten die direkten Duelle auf uns. Besonders in der Abwehr muss hierbei wieder die notwendige Konsequenz und das richtige taktische Verhalten an den Tag gelegt werden, um wieder Spiele zu gewinnen. Daran werden wir arbeiten müssen.

Eines der angesprochenen direkten Duelle haben wir zum Rückrundenauftakt gegen BTV 1850 vor der Brust. Am Sonntag um 16 Uhr empfangen uns die Männer von Harald Fröhlich in Kreuzberg und werden dabei die gleichen Ziele wie wir haben. So ist es eben meist, wenn zwei Mannschaften aufeinandertreffen, die punktgleich in der Tabelle nebeneinander stehen.
In den letzten Duellen waren es immer überaus knappe Duelle gegen BTV, was sich auch an den beiden letzten Partien zeigt, die wir in Kreuzberg bestreiten mussten. Beide Male endeten die Duelle unentschieden; es wird an diesem Sonntag als mehr denn je auf die notwendige Tagesform ankommen.

Tor: Wiegand (01. – 30.), Suchantke (30. – 60.)

Feld: Basler (8/1), Wenzel (5), Schubert (5/3), Fentz (3), Teske (3), Zenker (1), Fröhlich (1), Löprick (1), Muth, T. Wenzel, Binting, Zielke

Strafwürfe: TuS 4/6 – SG TMBW 4/5

Zeitstrafen: TuS 4 – SG TMBW 4