Die Luft war raus – 1. Männer unterliegt in Rudow

Die 1. Männer muss sich im letzten Spiel des Jahres 2016, am Ende deutlich, mit 25:32 (15:18) geschlagen geben und kann dabei den Rudowern zu keiner Phase der Partie wirklich gefährlich werden.

Die Vorzeichen für die Auswärtspartie im südlichen Berlin waren dabei eigentlich gar nicht verkehrt. Bis auf Suchantke, der mal wieder von Seidenschwarz vertreten wurde, Geißhardt und T. Wenzel waren alle Spieler an Bord.
Der TSV Rudow war für uns eine große Unbekannte. Der Absteiger aus der OSL musste einen Aderlass und durch den resultierenden Umbruch gerade zu Saisonbeginn den einen oder anderen Punktverlust verkraften. In den letzten Partien hatte sich die Mannschaft von Michael Kruse aber deutlich stabilisiert und den Anschluss an die Tabellenspitze geschafft.

Und warum der TSV sich in den letzten Spielen eben deutlich verbessert zeigte, bekamen wir auch sofort zu spüren. Beim 0:3 in der 6. Minute musste bereits das erste Time-Out her, da wir bis dato keinen Zugriff auf den Angriff der Gastgeber hatten und im eigenen Positionsspiel keine Lösungen für die gut auf uns eingestellte Deckung hatte.
Bis zum 3:8 musste man böses erahnen an diesem vorweihnachtlichen Samstag, doch dann kam man besser ins Rollen. Durchgang eins glich dabei einem Scheibenschießen, da nun auch unsere Schützen das Visier scharf gestellt hatten und vor allem Schubert und Odebrecht durch gute Aktionen zu überzeugen wussten. So konnte man mit einem 15:18 in die Pause gehen, schaffte es aber nicht, die mit Spielbeginn eingehandelte Hypothek abzutragen.

Durchgang zwei verlief dann komplett konträr zu dem, was den Zuschauern in den ersten 30 Minuten geboten wurde. Beide Teams hatten in der Kabine anscheinend hauptsächlich über die notwendige Defensivarbeit gesprochen und so fiel es nun auch beiden Mannschaften deutlich schwerer Tore zu erzielen. In den ersten 15 Minuten des zweiten Abschnittes fielen insgesamt gerade einmal 9 Tore (19:23) und wir vergaben leider den einen oder anderen Hochkaräter.

Bezeichnend dabei eine Szene, bei der wir in der 51. Minute (22:26) einen 7m zugesprochen bekommen, der gegnerische Spieler zusätzlich mit 2 Minuten vom Feld geschickt wird und Schubert, der mal wieder unermüdlicher Antreiber seines Teams war, den Ball an die Latte setzte. Die folgende Überzahl wurde dabei, wie auch die anderen drei Überzahlspiele in Halbzeit 2, nicht gut bespielt und die Möglichkeit in Schlagdistanz zu kommen war passé.

Somit mussten wir Rudow am Ende doch ziehen lassen und auch das Spiel mit dem 7. Feldspieler hatte nur über 2 Angriffe Erfolg. Danach nutzten die Gastgeber jede kleine Unaufmerksamkeit und gewannen am Ende, auch in der Höhe verdient, mit 25:32.

Fazit: Gegen Rudow fehlte der letzte Biss und irgendwie schien die Luft ein wenig raus zu sein. Eigentlich unverständlich, da man die Chance hatte, sich in der Spitzengruppe festzusetzen. So landet man wieder im Mittelfeld der Liga und muss den Blick besonders nach unten wieder schärfen.

Ansonsten hat die Mannschaft in 2016 die gewünschte Entwicklung in großen Teilen genommen. Aus 22 Spielen in 2016 konnten 22 Punkte geholt werden, was sicherlich aller Ehren wert ist. Es ist aber immer noch deutlich Luft nach oben. Die Leistungen sind noch zu schwankend, um tatsächlich mehr als Mittelmaß anzustreben. Dies gilt es für 2017 auszumerzen, wenn die Rückrunde besser laufen soll als die Hinrunde. So ist zumindest der Wunsch. Ob dies auch in die Tat umgesetzt werden kann, das werden die Wochen und Monate im Winter/Frühling 2017 zeigen.

Die 1. Männermannschaft wünscht allen Begleitern, Sponsoren und natürlich unseren treuen Fans ein geruhsames Weihnachtsfest und eine entspannte Zeit mit der Familie. Nutzt die Zeit, um die Akkus wieder aufzuladen, damit im neuen Jahr mit dem alten Elan angegriffen werden kann. Rutscht gut in das Jahr 2017 herein und feiert den Jahreswechsel ausgiebig.

Natürlich bedanken wir uns an dieser Stelle auch für die, besonders in der ersten Jahreshälfte, überragende Unterstützung von den Rängen. Vielleicht kriegen wir das in der Rückrunde wieder genauso oft hin und verwandeln die Eile wieder in die unangenehmste Halle Berlins. Zumindest für unsere Gegner.

Bis 2017!

Tor: Wiegand (01. – 30.), Seidenschwarz (30. – 60.)

Feld: Schubert (9/3), Odebrecht (6), Teske (4), Löprick (2), Muth (2), Basler (1), N. Wenzel (1), Binting, Zenker, Fröhlich, Fentz, Plotka (n.e.)

Zeitstrafen: TuS 3 – TSV Rudow 4

Strafwürfe: TuS 2/4 – TSV Rudow 2/3