Klar unterlegen – 1. Männer verliert gegen den BFC Preußen

Die 1. Männer muss nach zuletzt zwei Siegen in Folge mal wieder eine Niederlage einstecken. Beim 25:34 (10:15) gegen den BFC Preußen war man dabei nur in der Anfangsphase konkurrenzfähig und muss sich somit absolut verdient gegen den OSL-Absteiger geschlagen geben.

Diese Anfangsphase machte eigentlich Mut für mehr. Sofort konnte man mit 2:0 in Führung gehen und jene Führung auch bis zum 5:4 behaupten. Zu diesem Zeitpunkt deutete noch nichts auf den seltsamen Einbruch hin, den die Mannschaft in der Folge erleben würde. Durch starke Bewegungen von N. Wenzel und Schubert konnte im Angriff immer wieder eine freie Wurfposition generiert werden. In der eigenen Defensive zwangen uns die Gäste aus Lankwitz immer wieder in eine defensive Grundordnung, in dem sie auf zwei Kreisläufer auflösten. Nichts, was uns normalerweise vor Probleme stellen sollte, doch so kassierten wir immer wieder unnötige Tore über eben jene Kreisläufer oder über Shooter Hanisch, der die zurückgezogene Abwehr und die damit frei gewordenen Räume in der Wurfzone dankend annahm.

Diese beiden Faktoren machten uns im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit immer mehr Probleme. Oder anders gesagt, dadurch, dass wir die hohe Effektivität im Angriff nicht lange halten konnten, tat jedes Gegentor doppelt und dreifach weh. Der BFC konnte sich erst auf 5:8 und dann auf 6:12 absetzen, da wir in dieser Phase einfache technische Fehler begingen und diese unser Spiel immer mehr stottern ließen. Auch defensiv war in dieser Phase keiner bereit, einen Schritt mehr zu machen. Hanisch hatten wir durch eine Pressdeckung zwar neutralisiert, aber nun zeigte Preußen über Bachmann, Pahlen und Kretschmer immer mehr, dass diese Jungs eben ganz erfahren sind. Beim 7:14 wachten wir dann aus unserem Tiefschlaf aus und konnten binnen kürzester Zeit noch bis auf 10:14 verkürzen. Preußen gelang noch ein Treffer zum 10:15 Halbzeitstand, doch die Mannschaft schien auf einmal Feuer gefangen zu haben. Beherzt ging man nun in die Lücken und konnte auch in der Abwehr besseren Zugriff auf das Geschehen finden. War man vielleicht doch noch rechtzeitig erwacht?

Die Kabinenansprache fiel natürlich entsprechend impulsiv aus. Irgendwie hatte man das Gefühl, die erste Halbzeit komplett verschlafen zu haben, denn auch die Körpersprache auf der Platte war merkwürdig lasch. Die Pressdeckung sollte beibehalten werden, man wollte noch mehr Fokussierung auf die Kreisanspiele legen und vor allem endlich den berühmten Finger ziehen. Die Gäste machten ohne Zweifel ein gutes Spiel, doch auch wir hatten noch reichlich Reserven, die es nun endlich aufzulösen galt.

Was eine Mannschaft, die sich gerade auf eine heiße zweite Halbzeit eingeschworen hat, gar nicht gebrauchen kann, sind zwei schnelle Gegentreffer zu Beginn eben jener zweiten Halbzeit. Sofort war das Feuer, welches eher ein kurzes Glimmen war, wieder aus und beim 12:21 blickte man in rat – und mutlose Gesichter auf der Platte. Auch die Halle war leider in dieser Phase nicht die erwünschte Unterstützung, denn an diesem dritten Advent fanden nicht allzu viele Fans den Weg in die Halle oder hatten nach der dürftigen Vorstellung in Halbzeit eins schon das Weite gesucht. Löblich, das sich die Mannschaft dennoch noch einmal wehrte. Über das Spiel mit dem siebten Feldspieler konnten wir den Angriff wieder stabilisieren. Wie in Halbzeit eins führte dies auch prompt zu einer besseren Abwehrarbeit bzw. einer etwas lascheren Angriffsdarbietung bei den Gästen. Über 16:24, 18:24 und 21:25 (50. Minute) hatte man sich wieder herangekämpft, doch – und das war sinnbildlich für dieses Spiel – mit zwei technischen Fehlern ließen wir zwei Gegenstöße zu und spätestens bei diesem 21:27 war die Messe gelesen. Bis zum Ende bauten die Preußen über das exzellente Zusammenspiel zwischen Rückraum und Kreis das Ergebnis bis auf 25:34 aus.

Fazit:

Wer mit 9 Toren verliert, tut dies in der Regel zu Recht. Wer dabei nur über 20 Minuten eine gute Leistung zeigt, darf sich in der Regel darüber nicht beschweren. Gewiss, wir trafen auf einen Gegner, der wahrscheinlich erstmals in dieser Saison alle Leistungsträger an Bord hatte, doch auch diese Mannschaft hätte von uns besser bespielt werden müssen. Zu oft ließen wir den Rückraum unbedrängt abschließen oder hatten nicht die richtige Position bei der Verteidigung des gegnerischen Kresiläufers. Die Verunsicherung aus dem Angriff übertrug sich dabei auf die Abwehr und umgekehrt. Kurzum: Ein gebrauchter Tag.

Am kommendem Samstag kommt es dann zum letzten Auftritt eurer Lieblingsmannschaft. Wir sind um 17 Uhr zu Gast in Rudow und treffen dabei auf den nächsten Absteiger aus der OSL. Die Rudower mussten vor der Saison einen heftigen Umbruch und den Abgang einiger Leistungsträger verkraften. Doch die neu formierte Mannschaft findet sich so langsam und konnte insbesondere am letzten Spieltag mit einem 28:20 Sieg bei der SG TMBW glänzen. Es ist also wieder Vorsicht geboten. Die Mannschaft freut sich natürlich über jeden Schlachtenbummler in der Neuhofer Straße und natürlich will man das Jahr mit einem positiven Erlebnis ausklingen lassen.

 

Tor: Wiegand (01. – 20.), Suchantke (20. – 60.)

Feld: Schubert (11/3), N. Wenzel (3), Basler (3), Muth (2), Fetz (2), Plotka (2), Zenker (1), Teske, T. Wenzel, Geißhardt, Fröhlich, Binting

Strafwürfe: TuS 4/5 – BFC Preußen 6/7

Zeitstrafen: TuS 5 – BFC Preußen 7