Jedem Abschied wohnt auch ein neuer Anfang inne – Letzter Heimspieltag der Saison in der Eile

Wenn am Sonntag zum letzten Heimspieltag der Spielzeit 2014/15 geladen wird, geht es aber nur bedingt um Sentimentalitäten. Vielmehr führte der bisherige Saisonverlauf zu unterschiedlichen Ausgangslagen der drei Männerteams, die erst eine Woche später ihre letzten Punktspiele auswärts bestreiten.

17:00 Uhr: 1. Männer – BTV 1850

Mittendrin – statt nur dabei. Das Motto hat die im Vergleich zu den Vorjahren personell erheblich aufgestockte 1. Männer leider bisher nur spielerisch erreicht. In fast jedem Spiel bzw. jedem Widerpart konnte mindestens in einem Spiel mitgehalten oder gar gewonnen werden. Die beste Tordifferenz der unteren Tabellenhälfte zeigt jedoch, dass mindestens 2-3 Spiele verloren gingen, die das sichere Mittelfeld verwehrten. Und nun ist man endlich mittendrin – allerdings mittendrin im Abstiegskampf. Gegen den BTV 1850 erwartet unser Team eine Tabellen-Konstellation, die nur eine (relativ) klare Eventualität behersscht: Ein Sieg, und wir sind auch im nächsten Jahr ziemlich fix in der Verbandsliga vertreteten. ENDSPIEL!

Ein Endspiel zum Abschied vom heimischen Publikum ist es zudem für Spielertrainer Oliver Ostwald, der – wie berichtet – seine Trainerkarriere bei der SG NARVA fortsetzen wird und nur für den Klassenerhalt die Sportbrille nochmals geflickt hat, um in der entscheidenden Phase auch auf dem Feld zu helfen: „Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als am Sonntag vor unserem fantastischen Publikum den entscheiden Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen.“ Gebündelt werden für dieses Ziel weitere Kräfte. Hendryk Muth, seit fast 1,5 Jahren an seinem Comeback arbeitend, wird am Sonntag eben jenes in der Startformation geben. Das hätte noch nicht mal Hermann Hesse besser schreiben können.

15:00 Uhr: 2. Männer – SV Adler Berlin

Mit ganz anderen Ambitionen startete die „Zwote“ in die Stadtliga. Als ehemalige Dritte wurde zuvor die Bezirksliga ohne Punktverlust überrannt. Ganz oben sollte mitgespielt werden, was bis zum heutigen, vorletzten Spieltag auch gelang. Punktgleich mit den zweitplatzierten Handballfreunden aus Pankow liegt die Mannschaft von Trainerin Janke auf dem dritten Rang. Durch den verlorenen direkten Vergleich mit dem direkten Kontrahenten kann nur noch auf dessen Ausrutscher gegen SCC oder HC Pankow gehofft werden, um vielleicht doch noch den Durchmarsch zu realisieren. Entscheidenden Anteil an dieser Situation hatte die Niederlage beim kommenden Kontrahenten, gegen den sich Pankow keine Blöße gab. Es gilt, Revanche zu nehmen, die Saison so erfolgreich wie möglich abzuschließen… und am Ende das Prinzip Hoffnung.

13:00 Uhr: 3. Männer – SG Hermsdorf/Waidmannslust

Das haben sie fast durchgestanden. Ohne eigenes Zutun wurde die ehemaliga vierte Mannschaft (Kreisliga) in die Stadtliga gehievt. Allen war klar, dass die Truppe von Ralf Naumann nicht die Klasse für die Stadtliga hat. Vielmehr sollte damit ein „Aufstieg per Abstieg“ und damit der Bezirksliga-Platz 15/16 gesichert werden. Nun, die Mission ist gelungen. Und augenscheinlich haben sich die Jungs auch von heftigen Niederlagen (-14 Tore im Schnitt) nicht entmutigen lassen, gaben keine Begegnung kampflos ab und konnten sogar einen Sieg feiern. Insofern gehört ihnen höchster Respekt für die Leidensfähigkeit. Mögen die verbliebenen beiden Partien in der Stadtliga noch mehr Vorfreude auf die kommende, sicher erfolgreichere Runde in der Bezirksliga aufkommen lassen.