Dreckigen Sieg verpasst – 1. Männer muss sich Titelaspiranten beugen

Dreckigen Sieg verpasst – 1. Männer muss sich Titelaspiranten beugen

1. Männer – BFC Preussen 22:23 (11:10)

Drei Begegnungen waren wir das spielerisch bessere Team, standen aber vor dem zweiten Heimspiel nur mit 2 Punkten da. Und dann kreuzte auch noch der Tabellenführer um den Rückkehrer Max Bachmann (Oranienburger HC) in Bestbesetzung in der Eile auf. Favorit waren wir jedenfalls keineswegs, jedoch motiviert genug, unseren TW Micha mit einem Erfolgserlebnis ins Krankenbett (Knie-OP morgen) zu entlassen.

Und eben jener Micha zeigte, warum wir ihn in naher Zukunft so sehr vermissen werden. Hinter einer Defensive, die so kompakt seit Jahren nicht mehr zu sehen war, hielt er als letzte Instanz alles Machbare. Vorn zündete „Zenka“ mit starken Aktionen auf RL endlich, sodass das Fehlen unserer etatmäßigen RM „Fritsche“ nicht ins Gewicht fiel. 8:3 nach 12 Minuten – Auszeit Preussen. Klar war, dass die Qualität des Gastes offensiv irgendwann zum Tragen kommen musste, jedoch war unklar, warum wir vorn das Erfolgsrezept der ersten Minuten im gebundenen Spiel schleifen ließen. Entsprechend kam Preussen zurück in die Begegnung, indem unsere Phase der Konfusion (2 Tore in 15 Minuten) nach dem zwischenzeitlichen 9:4 zur Pause genutzt und der Vorsprung auf 11:10 eingedampft werden konnte.

Kein Grund zur Besorgnis, es musste nur wieder entschlossen in die Situationen gegangen werden, das Tor auch gewollt sein.

Weiter ging es in diesem absoluten Kampfspiel, das von den Deckungsreihen dominiert wurde, mit leichten Vorteilen für Hellersdorf (16:14). Die Lankwitzer spielten jedoch gekonnter ihren Stiefel runter, während unsere Offensivaktionen erheblich inkonsequenter wurden und Schubi kurzzeitig (aber zu lang) verletzungsbedingt vom Feld musste. Eine 1:6-Serie schien das Spiel dann aber zu drehen. Großartig wurde sich aber noch einmal gewehrt, das 17:20 als Herausforderung angenommen, jeder Rückschlag in neue Motivation umgewandelt. Der eingewechselte Torsten zeigte, warum der Ausfall von Micha nicht so sehr schmerzen muss. ABER leider verpassten wir es, nach einer spektakulären Rettungsaktion 15 Sekunden vor dem Schlusspfiff, das Spielgerät zu sichern. Irgendwie purzelten gefühlt alle Spieler am Abpraller vorbei, sodass einmal mehr der Glücklichere gewann.

Fazit: Toll gekämpft, super Moral bewiesen, aber schließlich doch wieder verloren. Gut und gerne könnte TuS mit 8:0 Punkten von der Tabellenspitze grüßen, stattdessen durften sich bisher nur respektvolle Schulterklopfer abgeholt werden. Die nächsten Wochen werden richtungsweisend sein. Gelingt es, das „Glück des Tüchtigen“ wieder auf unsere Seite zu ziehen, müssen die kommenden Aufgaben einfach auch mit einer Belohnung enden. Respekt verdienen weiterhin die Referees Klappauf/Dodt, die das intensive Spiel jederzeit unter Kontrolle hatten.

Und Micha, komm bald wieder auf die Beine!

Tor: Suchantke (1.-52.) Fehling (52.-60.)

Feld: Ostwald (6), Haude (5/3), Schubert, Plotka (je 3), Löprick, Zenker (je 2), Odebrecht (1), Wenzel, Kiesewetter, Fröhlich, Zielinski (n.e.), Hammer (n.e) – Coach: Emil Hypschmann